Dienstag, 16. August 2011

Schöngeist – München 2011

16. August 2011, Theatron, München
Support: Central Park

Ein schöner sommerlicher Tag und ein Ausflug in den Münchener Olympiapark, um nach längerer Zeit mal wieder die Herren – samt Dame – von Schöngeist auf der Bühne zu sehen. Bühne heißt in diesem Falle open air im Theatron – Amphietheater mit Wasserblick –; da lass ich mich doch mal überraschen.

Quelle: Facebook-Profil von Schöngeist
Durch den Park zum Theater gestakst stelle ich dann Fest, dass der Support, Central Park, bereits auf der Bühne steht. Ja, kann man, muss man aber nicht … handwerklich ist das allemal in Ordnung, wenn musikalisch auch nicht so meins. Die Frontfrau gibt ihr bestes, wird aber von den restlichen Musikern in Sachen Show ziemlich allein gelassen. Immerhin hat sie einen Vorteil: allein durch Ihre Optik ist ihr die Aufmerksamkeit schon sicher … (mindestens mal die aller männlicher Konzertbesucher ;-) )

Quelle: Facebook-Profil von Schöngeist
Ich widme mich also erstmal einem Rundumblick … schön ist's hier. Die Sonne blendet nicht, es ist trotzdem angenehm und sollte das auch bleiben, wenn sie ganz verschwunden ist. Das Publikum ist recht bunt gemischt und mischt sich aus normal-normal über leger mis hin zu ein paar "Schwarzen". Na, das kann ja heiter werden … ob die alle wissen, was da mit Schöngeist auf sie zukommt; und ob sie bleiben? Da die münchener Musiker der Szene sich wohl gegenseitig nicht aus den Augen lassen – positiver formuliert: sich gegenseitig unterstützen –, ist es wohl kaum verwunderlich, dass ein Herr Wesselsky ebenfalls im Publikum verweilt …


Nun denn, Central Park sind fertig, lasset die Show beginnen …

Donnerstag, 28. Juli 2011

Fundstück: Punk goes all directions - ehrliche Rock-Musik aus Bayern

Da ist mir doch im Kontext diverser anderer Bands mal wieder eine Scheibe in die Finger gefallen:

Ein (Studio-?) Projekt aus Bayern: Lathara

Homepage von Lathara
Facebook-Profil von Lathara
Kanal von Lathara auf YouTube
Lathara auf last.fm

… mit ihrem Erstlingswerk "Fühl Es"

© Lathara


Die Musik lässt sich nicht wirklich in eine Schublade stecken, aber ist eh' etwas, das ich so gar nicht mag und leiden kann:
Definitiv Rock! Mal Deutsch, mal Englisch. Eine Spur Melancholie, Power, eine Menge Druck aber auch sehr gefühlvoll.
Man kann hier durchaus auch die Labels Metal, Gothic und Wave vergeben.
Was aber vor allem durchkommt – in restlos allen Songs! – ist der Punk; schon erstaunlich, wie (harmonisch!) sich das mit all den Einflüssen anderer Stilrichtungen kombinieren lässt.

Sonntag, 26. Juni 2011

Blackfield Festival 2011

26. Juni 2011, Amphitheater Gelsenkirchen

Permanent quer durch Deutschland unterwegs, Chaos an allen Fronten … was liegt da näher, als spontan auf dem Blackfield vorbei zu schneien?!
Ok, nicht so ganz und für beide Tage sondern nur den Sonntag. Das Line-up lässt auf jeden Fall ein gutes Ausspannen vermuten.

In Gelsenkirchen angekommen stelle ich fest, dass das wirklich blöd ist, solche extrem spontane Aktionen unter solchem Zeitdruck ist … ich bin so spät dran, dass ich A Life Divided und Stahlmann schon verpasst habe!!

Was solls: Ich bin ja schließlich nicht wegen dieser beiden Bands hier … die Sonne strahlt, eine neue Location waret darauf, entdeckt zu werden, und nicht zuletzt ein paar schicke Bands im restlichen Line-up ;-)

Mittwoch, 18. Mai 2011

A Life Divided – Köln 2011

18. Mai 2011, Underground, Köln-Ehrenfeld
Support: Mondo Kane



A Life Divided – noch nie live gesehen, das letzte Konzert ist gefühlte Ewigkeiten her, Köln ist um die Ecke, Arbeit nervt grad total, was also spricht dagegen, mich – ausnahmesweise – mal frühzeitig abzuseilen und auf dem Weg nach Hause im Underground vorbeizuschauen?
Richtig: absolut nichts! … und genau das mache ich dann auch.

Das Underground ist ja fast schon so was wie ein altes Wochenendwohnzimmer, aber ich komme in letzter Zeit nicht aus dem Wundern heraus: hier hat und tut sich tatsächlich einiges, was zu einer kleinen Orientierungsphase und der Erkenntnis "besser als früher" führt.
Das Leut-Volk (sowohl an Kasse, Theke als auch Merch-Stand) ist echt angenehm und locker.

Fertig wie ich bin, orientier ich mich in die hinteren Reihen und finde dort auf dem kleinen Podest einen super Platz samt Rückenstütze ;-)

Die Massen Publikum halten sich in Grenzen und ich hoffe für die Bayern, dass noch ein paar interessierte Ohrenpaare ihren Weg hierher finden.

Mondo Kane eröffnen den Abend ordentlich. Während ein Großteil des Publikums – es kommen tatsächlich nach und nach noch ein paar Menschen – sich noch mit Willkommengrüßen, kleinen Schwätzchen und Käufen am Merch-Stand beschäftigt. Das macht den Anschein einer (heute Abend nicht ganz so großen) kleinen Familie, die sich hier zum Konzert-Besuch triff. Das ein oder andere bekannte Gesicht finde auch ich …

Es ist noch etwas voller geworden und die Herren von A Life Divided betreten die Bühne – ohne ihren Schlagzeuger, der heute von einem Herrn aus ihren Kreisen (ich habe den Namen leider vergessen – das leidige Thema mit dem Sieb stätt Gedächtnis) vertreten.

Die Atmosphäre ist – erwartungsgemäß – kuschelig und intim, was den Sänger dazu bringt, immer mal wieder mit dem Publikum zu kommunizieren. Dank der unheimlichen Größe (Achtung Ironie) des Underground fühlt sich der Rest der Anwesenden dabei nicht ausgeschlossen und es kommt ein wenig Feeling wie beim besten Wohnzimmer-Privat-Konzert auf.

Auffällig dabei ist, dass ein Teil der Anwesenden der Band scheinbar persönlich bekannt ist und bestens informiert. Es ist also nicht verwunderlich, dass das zahlenmäßig nicht sehr starke Publikum stimmgewaltig und textsicher mitsingt.
Der Reaktion "der Massen" ist deutlich zu vernehmen, dass hier auch ein paar Schätze zum Besten gegeben werden, die nicht zum Standard-Live-Repertoire der Jungs gehört.
Die Stimmung ist prächtig und meiner bescheidenen Meinung nach (ich habe auch keinerlei Vergleichsmöglichkeiten – wenn man mal von den ganzen Youtube Videos in meist unsäglicher Qualität absieht) hat sich auch der Herr am Schlagzeug gut geschlagen.

Ich finde das Cover von "Sounds lika a Melody" ja richtig gut und genau das kommt live überraschend geil, aber aus den Socken gehoben hat mich dann das von "Walking in my Shoes" – damit hatte ich nun nicht im Entferntesten gerechnet …

Ein Super-Konzert und geile Stimmung, so dass ich fast ein bisschen traurig bin, nicht noch ein paar Minuten im Biergarten chillen zu können – dafür fehlt mir einfach der Antrieb!

A Life Divided live – das lohnt!
Hingehen, wem sich die Möglichkeit bietet: aktuelle Termine

Donnerstag, 14. April 2011

Fundstück: Kontrust – dat is von Kontrust und die machen noch mehr geile Musik

Da hat mir dieser Song Ewigkeiten ein Grinsen ins Gesicht gezaubert und die Gliedmaßen zum Zucken gebraucht und ich habe es nie geschafft, nachzusehen oder mal wen zu fragen, der sich damit auskennt, was zur Hölle das ist …
Die Rede ist von "Bomba" … einfach Bombe.

Tja, und nun habe ichs geschafft, obwohl ich gar nicht explizit danach gesucht habe – YouTube sei Dank (dass ich das noch mal so deutlich sagen werde, war mir auch nicht klar) … quasi drüber gestolpert bin ich!
Und habe mir dann gleich das Album besorgt …

Ich ärgere mich zu fast zu Tode, dass ich da vorher nicht einfach mal nach gesucht habe: die Platte birgt nämlich noch viele weitere Schätze. Und bis auf ein oder zwei Songs alle mit ordentlich Fahrt.
Wuhaa … die Sammlung wird auf jeden Fall aufgestockt!

Homepage von Kontrust
Facebook-Profil von Kontrust
YouTube-Kanal
Twitter-Profil
Kontrust auf last.fm


Freitag, 25. Februar 2011

Fundstück: Neues von Schöngeist

Nach der Vorab-Single "Sonne der Nacht", die bereits vor einem Monat auf die Welt losgelassen wurde, nun das neue Album von Schöngeist: "Keine Zeit"
(der Schöngeist Fundstücke, Teil 1: Fundstück: orientalisch angehauchter Gothic-Rock-Metal )
Auge um Auge
orientalische Klänge eröffnen das Album, das Konzept wird also weiter getrieben.
Insgesamt ein Song mit Power.

Keine Zeit

Sonne der Nacht
Der Track hat's mir bereits als Single sofort angetan: die musikalische Mixtur ist einfach klasse und mitreißend – ebenso wie der – "anzüglich" wäre hier definitiv der falsche Ausdruck, aber mir fällt kein wirklich passender ein; nennen wir es also: – Text, der sich irgendwo zwischen sexy, antörnend und leicht anzüglich bewegt.

Halbmondfinsternis
ebenso einfach gut – mit treibendem Sound wird hier sehr aktueller Inhalt thematisiert

Nie mehr allein
Hups, was ist denn das? – Meine erste Reaktion ;-) …
Schön, wenn man sich als Künstler wirklich nicht in Schubladen stecken und dadurch in der Arbeit ablenken lässt …

Ganz oder gar nicht
Nach dem ruhigen Track nun wieder (u.a. elektronische) Breitseite …

Schalt ein! Schalt aus!

Der Gral
… und das nächste "hups" …

Nur mich
geil … da geht das Kopfkino an – bereits ohne textlich etwas vernommen zu haben …

Heiler
druckvoll

Du
… und wieder einfühlsam …

Sonne der Nacht (MCC Dusk Version)

Sugar Sugar
die englisch-sprachige Version … gewöhnungsbedürftig

Wenn ich es nur wüsste
Ausklang mit weiterem "hups" ;-)

Fazit:
Eine Weiterentwicklung – musikalisch wie konzeptionell. Mit dem ein oder anderen Song sehr eingängig – eventuell sogar Massen- und damit Radio-tauglich –,  teilweise tanzbar, andere Stücke wiederum sind eher "sperriger" und wollen erarbeitet werden: überraschend vielseitig. Insgesamt wird hier nicht nur leichte Kost für das "dunkle Herz" geboten sondern durchaus Message transportiert; und das insgesamt gut und in interessante Arrangements verpackt.
Meine Highlights sind eindeutig "Sonne der Nacht" und "Nur mich" … vielleicht auch nicht ganz so eindeutig … "Heiler" hat auch seine Ambitionen dort eingereiht zu werden … ;-) 

Samstag, 12. Februar 2011

Lost Sounds meets Neonwelt + Release Party Schöngeist

12. Februar 2011, Zwischenfall, Bochum

Nun ist das neue Jahr bereits in vollem Gange und weit und breit noch keine Konzert in Sicht. Was liegt da also näher, als die Release-Party des Nachfolgers einer meiner Fundstücke zu besuchen? Noch dazu, wenn diese in einem legendären Club wie dem Zwischenfall stattfindet.
Immerhin einer der Clubs, von dem man bereits viel gehört hat, den aber zumindest ich bis dato nie besucht habe.

Der Rahmen, in dem das Release des neuen Albums "Keine Zeit" zelebriert wird, ist die Party-Reihe "Lost Sounds meets Neonwelt", von der ich mir nicht so wirklich eine Vorstellung machen kann. Eines hoffe ich allerdings: bitte nicht allzuviel "Gothic-Techno" …
In Bochum angekommen fällt mir auf, dass ich mich in keinster Weise informiert habe, wo ich hier meinen fahrbaren Untersatz unterbringe. Nun gut, also bis vor die Hautüre und dann hoffen - ohne sonderlich den laufenden Verkehr aufzuhalten –, irgendwo eine Parklücke ausmachen. Genau das funktioniert relativ problemlos und schnell. Also ab in den Club und erst einmal umsehen …

Dienstag, 28. Dezember 2010

Eisbrecher - Jahresabschlusskonzert 2010

28.12.2010, Theater am Tanzbrunnen, Köln

Abschluss des Konzertjahres 2010, des ersten kompletten Konzert-Jahres "meiner Neuzeit"!
Nummer 00001 hatt' ich auch noch nicht … ;-)
3 mal Eisbrecher ist einfach nicht genug ;-) …  und das Jahr will einen gebührenden Abschluss finden, was nach der riesigen Show von 30 Seconds to Mars gar nicht so einfach zu bewerkstelligen sein wird …

Also, liebe Bayern: gebt Euer Bestes!

Montag, 6. Dezember 2010

30 Seconds to Mars – 2010 Oberhausen

6. Dezember 2010, König-Pilsener Arena, Oberhausen

30 Seconds To Mars … whohoo … ick freu mir! Hat's doch einfach viel zu viele Jahre gedauert, dass ich es endlich schaffe, mir die Herren live anzusehen. Immerhin bin ich über deren Musik bereits gestolpert, als die Platten hierzulande noch so gut wie gar nicht zu bekommen waren … und musste leider immer wieder hinnehmen, dass die Konzerttermine für mich nie – aber auch wirklich nie – passten.

Jetzt haut's hin. So gut, so schlecht: ich muss mir das Konzerterlebnis mit Tausenden anderer teilen … eigentlich habe ich ja nun wirklich gar nichts für derartige Massenveranstaltungen übrig. Und es geht noch schlimmer: ich war mit der Karte mal wieder so spät dran, dass ich auf einem Sitzplatz – hallohooo: sitzen beim Konzert???? – unterkommen muss …

Wurscht: des wird schon …
Das erste Manko solch großer Veranstaltungen direkt zu Beginn: wo zu Hölle geht's in den Tempel rein? Ich habe das Gefühl, einmal komplett um die Arena rum gelaufen zu sein, bis ich endlich eine offene Pforte erreiche. Das Suchen nach meinem Platz geht los (nicht zu glauben … ein Sitzplatz …) …

Kaum dort angekommen legt der Support "Carpark North" auch bereits los. Irgendwie sehen die drei recht verloren aus auf der riesigen Bühne; liefern aber ein solides Programm elektronischer Musik ab und können das Publikum im Innenraum (vor allem vor der Bühne) bereits ein wenig anheizen.

Auf den Rängen ist es eher ein angeregtes Getuschel und Gewusel, was da um mich herum herrscht.

Aber brauchen 30 Seconds To Mars wirklich einen Support, der einheizt? Bei dem Gekreische und Mädels-Alarm – v.a. vorne vor der Bühne –, habe ich schon eine blasse Ahnung, was mich da erwarten wird.

Samstag, 4. Dezember 2010

Metal for Mercy 2010


4. Dezember 2010, WeRK°STaDT Witten

Ein Winterwochenende und ich bin mal wieder quer durch Deutschland unterwegs. Irgendwie alles sehr anstrengend, wenig erquicklich und vor allem hat mich bis jetzt nichts – auch nur ein wenig – aus dem Alltag reißen können ...
Was also tun? Richtig: es ist mal wieder ein Konzert-Abend fällig! … ist ja auch schon wieder zwei Monate her! Das geht so nicht! ;-)
Und ich entsinne mich, etwas von einem weiteren Benefiz-Festival gelesen zu haben. Dank moderner Technik, mit der man sich mittlerweile von fast überall ins weltweite Netz der Informationsüberflutung einloggen kann, finde ich dann auch raus, dass ich das richtig in Erinnerung hatte: das Metal for Mercy, ein Benefiz-Festival für die "Ruhrtal Engel e.V.".

Dass ich solche Ideen und Veranstaltungen großartig finde, war ja bereits zu lesen; das Line-up liest sich auch vielversprechend. Also ab dafür: mal eben 300 Kilometer quer durch die winterliche Republik – grobe Richtung "Pott".