Montag, 12. März 2012

Deathstars – Greatest Hits on Earth-Tournee 2012

12.03.2012, Backstage Club (!), München

Yeah, Deathstars … laut, glam, auf die Nüsse!
Spontan genau das Richtige, wenn der Alltag grad wieder alles andere als nur Sonnenschein bietet!

Gedacht, gesagt, getan, ab Richtung Backstage!
Auf dem Weg schießt mir die Frage durch den Kopf, warum die Schweden in den Club gepackt werden … hmm. Ok, Jennifer Rostock am gleichen Abend … aber gleich in die kleinste Location?? Die Herren sind doch aktuell mit Rammstein unterwegs – und wie ich von diversen Freunden erfahren durfte: sehr erfolgreich … wenn DAS bitte keine Aufmerksamkeit bringt und Publikum zieht, dann weiß ich's auch nicht.

Ein bisschen verwirrt mache ich mich also auf die Suche, mein Gefährt irgendwo sicher unter zu bringen und darf dabei zwei mal an einer riesigen wartenden Menschenmenge vorbei fahren – oh ha, das kann spaßig werden. Und da all die Menschen ja auch irgendwie hin gekommen sein müssen, ist es wohl kein Wunder, dass ich die vier Räder ewig weit weg erst abgestellt bekomme.
Bin spät dran, Füße in die Hand und rein da … Die Schlage hat sich größtenteils aufgelöst, und ich schaffe es, mich bis hinten zum Club hin durchzuschlagen – werde vor der Tür mit der Frage "Jennifer Rostock?" begrüßt, die ich mal schnell mit "Seh' ich so aus?" quittiere und rein gelassen werde.

Das wiederum ist nun etwas übertrieben, denn direkt nach den ersten zwei Schritten, die ich in den Club setze, ist Feierabend mit Fortbewegen: das Ding is schon voll!
Kurzen Überblick verschaffen … da wuselt schon wer auf der Bühne rum, auch weiter vorne scheint es wirklich auch schon voll zu sein …



Ich sichere mir also ein Plätzchen ganz hinten, mit einer starken Wand zum Anlehnen. Mal sehen, was das Support-Programm zu bieten hat, ich habe bis dahin noch nicht mal eine Ahnung, wie die Herren heißen und werde auch während des gesamten Auftritts nicht schlauer.
Es ist laut, schrill, schräg – wohl ein wenig too much für den Großteil des Deathstars-Publikums.

Die Herren heißen übrigens Marionette, und kommen ebenfalls Schweden.

Der Laden ist angeheizt … ich überlege, wo ich ne Packung Sauerstoff her bekomme, aber die Tatsache, dass dem Nikotin-Laster nur noch draußen gefrönt werden darf, führt zu ein wenig Raum und Luft im Club. Es wird voller und voller, bis auf die Galerie rauf und in den Gang vor den Toiletten …

Die Herren entern die Bühne und haben ihr Publikum direkt im Griff und gefangen.
Live habe ich die Herren bisher noch nicht genießen dürfen, und ich habe durchaus was verpasst: Musiker, die Spaß an ihrem Gig haben (was ja leider nicht selbstverständlich ist, wie ich noch vor ein paar Tagen bei 3 Doors Down erleben musste), mit ihrer Musik leiden und leben …  auf der Bühne und das auch noch mit ihrem Publikum teilen. Sauber!
Einzig die leisen stimmlichen Töne gehen etwas unter.
Ein fetter, lauter Abend, der Spaß macht.
Mal wieder ein Konzert, das einen positiven Nachgeschmack hinterlässt!

Nichts für Menschen mit Platzangst oder Neigung zu Panik-Attacken … das nächste Mal muss eine größere Location her!! DAS ist eindeutig zu viel des Guten, v.a. bei den gegebenen Fluchtwegen vor Ort – diverse Vorkommnisse der letzten Jahre sollten da eigentlich eine Lehre gewesen sein!

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Blogger-Beiträge zum Konzert:
Post von tommyknocker