Freitag, 6. Januar 2012

A Life Divided + Support: Insane

6. Januar 2012, Backstage, München

Das Konzertjahr 2012 ist eröffnet!
So früh im Jahr … und so muss das sein. Sein müssen hätte der zeitliche Druck für mich auf keinen Fall, eigentlich hätte ich mir an diesem Abend keinen "Ausgang" gewähren dürfen. So stand ich also erst einmal vor dem Problem, entweder gar nicht zu schlafen oder aber die Nacht durchzumachen. Letzteres in Kombination mit einer After Show oder aber dem Beiwohnen wochenendlichen Treibens im Backstage übte einen kurzen Anreiz aus, das wiederum wollte ich dann aber spontan entscheiden …

Erstaunlich spät im Backstage eingetroffen (wie kann es eigentlich sein, dass man es unter der Wochen, an einem Arbeitstag schafft, vor Beginn der Support-Band auf Konzerten aufzukreuzen, an Feiertagen – wo man doch den ganzen Tag Zeit hat! – dieses Unterfangen nicht gelingt … das wird mir auf immer ein Rätsel bleiben …) geht es erst einmal daran, den jungen Mann zu finden, der meine zweite Eintrittskarte bekommt. Es stellt sich dabei heraus, dass es bereits extrem voll ist (ausverkauft!) und das ein oder andere bekannte Gesicht herum läuft (Stichwort "Eisbrecher" und "Schöngeist" – München ist halt auch nur ein Dorf ;-) ).

In die Halle gequetscht und einen Platz gesucht, Insane haben bereits losgelegt und stehen mit interessanter Bekleidung auf der Bühne. Ich kannte die Herren bislang nicht – Musik "bumst", super, das passt.
Ein wenig belustigt stelle ich fest, dass allerdings der ein oder andere Besucher etwas irritiert ob ihres Auftritts ist. Ich habe es mir dann verkniffen, herauszufinden, ob es an der musikalischen oder optischen Darbietung liegt …



Es ist proppen voll, das Publikum aber sehr angenehm (das kennt man auch anders – es sind keine Ellbogen- oder Schuh-Einsätze notwendig, um die eigene Standfestigkeit sicher zu stellen; einzig die viel zu groß gewachsenen Kerle, die den gesamten Abend ihre viel zu lang geratenen Arme samt Handy hochrecken müssen, um furchtbar schreckliche Aufnahmen zu machen, die Tage später bei YouTube auftauchen sind wohl bei keinem Konzert mehr weg zu denken. Ein Phänomen, das sich mir absolut nicht erschließen will: wenn man doch weiß, dass die Handy-Kamera den Licht- und Tonverhältnissen nicht gewachsen ist und das Ergebnis keine Huldigung an die abgefilmten Heroen sein wird, warum genießt man nicht einfach das Konzert statt sich krampfhaft ruhig stehend eine Oberkörperstarre einzuholen? Ist es denn schlimm, wenn sich auf YouTube keine außer den offiziellen und qualitativ hochwertigen Aufnahmen finden lassen? Warum bietet man den YouTube-Jünger denn nicht damit einfach einen Anlass, den Allerwertesten vom Computer weg und selbst höchstpersönlich auf ein Konzert zu schleifen? … aber das ist wieder ein völlig anderes Thema …).

Der Hauptakt legt los, die Stimmung ist großartig, Sound ok und der gesamte Auftritt so gut und kurzweilig, dass sich am Ende unweigerlich die Meinung bildet, dass alles mal wieder viel zu kurz geraten ist. Gefühlt: ja … war's aber eigentlich gar nicht …
Bildquelle: leider unbekannt – ich hab's nicht geschossen und vergessen, mir zu notieren, wo's her ist – man möge mir verzeihen
Eines der Highlights: The End mit außerirdisch-warmer Quetschen-Unterstützung!
Zum Schluss und untermalt mit den letzten Klängen von Heart on Fire flattern Herzchen ins Publikum …

Fazit: die Herren sind es wert – hingehen, wenn sich die Möglichkeit bietet!