Montag, 4. Juni 2012

RaR – 3. Tag … und die Hosen sind los

nach wie vor trocken vor der Glotze, und als erstes flimmern mir

Tini Tempah
vor die Lise … und ich bin verwirrt … ok, RaR glänzt ja schon ewig mit einer großen Bandbreite (um das mal ganz neutral zu formulieren), hätte mich nicht weiter wundern sollen.
Die Herren scheinen auch ordentlich für Stimmung zu sorgen.
Aber nix für mich …

Dick Brave & The Backbeats
Ausschnitte der Show werden als nächstes gezeigt, und ich hab zunächst das Gefühl, dass die Bühne ein bisschen zu groß geraten ist. Scheint aber ganz gut zu funktionieren.

Donots
… während der Übertragung habe ich mich wohl mit anderen Dingen beschäftigt, was jetzt nicht zwingend fürs Konzert spricht – enthalte mich mal jeglichen weiteren Kommentars, wegs fehlender Meinungsbildung



Dropkick Murphys
ich habe bis zum Schluss nicht eindeutig feststellen können, wieviele Leute nun wirklich dazu gehören und auf der Bühne rumgewuselt haben. Es wurde geschrien, gesungen, gefeiert, Haare rasiert, das alles mit Dudelsack, Violinen, Quetsche, Gitarren und ganz viel mehrstimmigem Männergesang. Da war auch im Regen am Ring Party pur angesagt – sah spaßig aus.

Caligola
Auftritt in Kutten und Tänzerinnen auf die mit weißen Säulen und einer riesigen Doppel-Pferde-Statue bestückten Bühne. … ich hatte irgendwie Anderes erwartet, kann aber nciht genau sagen, was. Auch musikalisch hatte ich die Herren anders ein sortiert. Mit welcher Begründung kann ich nicht mehr sagen. Ist auch egal. Die Show zählt (rein musikalisch gesehen) sicher zu den anspruchsvolleren, und nach und nach hat mich das Dargebotene irgendwie fasziniert … werde mich damit sicher noch mal auseinander setzen.

The Offspring
ganz in der diesjährigen Manier meines Flashbacks in die 90er … schräg, schnell, laut, wie man das eben von früher kennt.

MIA
ist wieder so ein Act, den ich persönlich bei einem Rockfestival nicht zwingend erwarten würde – aber nun gut. Auch wenn ich mit der Musik wenig anfangen kann, beeindruckt bin ich schon von dem, was das Energiebündel da auf die Bühne bringt.
Die Show ist allererste Sahne, das macht dann auch die stimmlichen "Abweicher" wieder gut.

Die Toten Hosen
Kult, live grandios wie immer (auch wenn man vor Ort dabei gewesen sein müsste, um das wirklich zu "erleben" – aber da ich das Gefühl eines Hosen-Konzertes zu Genüge kenne … ) und für mich persönlich der krönende Abschluss einer musikalischen Reise in die Vergangenheit mit ein bisschen Füllwerk drumrum.
Grandios!
Aufgrund des Jubiläums ans Alter der Herren erinnert fasziniert mich grad nachhaltig, dass den Jungs und der Show ihr Alter nicht mal im Ansatz anzumerken sind.
Für die aufgeweichte Masse am Ring hat sich das Ausharren allemal mehr als gelohnt!
Und jetzt auch noch "Schrei nach Liebe"! Ich werd' beklopt °.°
und die Jungs haben sichtlich Spaß ;-))))
… und dann auch noch Mister Bad Religion himself – extra eingeflogen … "Raise your Voice", "Punk-Rock Song", "Blitzkrieg Bop" …
"Wort zum Sonntag" und Campino macht wieder eine Reise über die Hände des Publikums Richtung Turm, da werde Erinnerungen ans Bizarre-Festival vor ewigen Jahren wach ;-) … inklusive Turmbesteigung … und wie soll es anders sein: das Publikum ist Textsicher und übernimmt den Part während der Reise hin wie zurück!