Samstag, 4. Dezember 2010

Metal for Mercy 2010


4. Dezember 2010, WeRK°STaDT Witten

Ein Winterwochenende und ich bin mal wieder quer durch Deutschland unterwegs. Irgendwie alles sehr anstrengend, wenig erquicklich und vor allem hat mich bis jetzt nichts – auch nur ein wenig – aus dem Alltag reißen können ...
Was also tun? Richtig: es ist mal wieder ein Konzert-Abend fällig! … ist ja auch schon wieder zwei Monate her! Das geht so nicht! ;-)
Und ich entsinne mich, etwas von einem weiteren Benefiz-Festival gelesen zu haben. Dank moderner Technik, mit der man sich mittlerweile von fast überall ins weltweite Netz der Informationsüberflutung einloggen kann, finde ich dann auch raus, dass ich das richtig in Erinnerung hatte: das Metal for Mercy, ein Benefiz-Festival für die "Ruhrtal Engel e.V.".

Dass ich solche Ideen und Veranstaltungen großartig finde, war ja bereits zu lesen; das Line-up liest sich auch vielversprechend. Also ab dafür: mal eben 300 Kilometer quer durch die winterliche Republik – grobe Richtung "Pott".





Durch den Schnee in die WeRK°STaDT … und drinnen ist erst einmal angesagt, mir einen Überblick zu verschaffen:
sehr großzügige Halle mit mehreren Räumlichkeiten – erstaunlicherweise finde ich die große Halle (Saalbühne) im oberen Stockwerk, die Studiobühne ist sehr - ich betone seeeeeehr – klein im Vergleich. Das Bühnen-Hopping wird sich nicht ganz so einfach gestalten lassen: es liegt der Höhenunterschied und die Vorhalle (wesentlich größer) mit Merch und Platz für Autogrammstunden dazwischen.
Einen großen Vorteil hat das natürlich: die Bands, die auf beiden Bühnen gleichzeitig zu Werke gehen, stören sich akustisch mal gar nicht – sehr gut.

Die ersten beiden Bands stehen bereits auf den Bühnen, wie ich bei meinem Rundgang feststelle. Ist nicht zwingend ganz so meins, also setze ich den Erkundungsgang noch ein wenig fort und tingel durch die Merchstände und dabei immer mal wieder zwischen Saal- und Studiobühne hin- und her.

Sole Sentry im Studio bieten einen ordentlichen Live-Eindruck, es ist brechend voll in der kleinen Location. Neben dem festen "Stammpublikum", das vor den jeweiligen Bühnen verweilt, ist festzustellen, dass einige Besucher ähnlich unentschlossen von einer Location zu anderen wandern.

Wieder im Saal angetroffen hauen Pain Management ordentlich in die Fresse. Musikalisch die richtige Richtung, wird mir aber nach einer Weile ein wenig zu  … "roh".

Dawn of Destiny sind nun aber keine Alternative, wie ich Studio sehr schnell feststelle: die weibliche Stimme ist mal so gar nichts für meine Ohren, was live nun mal noch intensiver festzustellen ist.

Für den nächsten Eindruck, der sich mir aufdrängt, mag ich mich im Vorfeld der Äußerung bereits entschuldigen:
etwas ältere Herren, nein, nennen wir es lieber: die gediegene Variante des Rockers … mit leicht esoterisch angehauchter Ausstrahlung stehen derweil im Saal auf der Bühne: Solar Fragment.

Ich bleibe nun definitiv dort in der Nähe – immerhin habe ich nun 2 Monate nach dem kurzen Intermezzo von Louis auf einer Neusser Bühne mal wieder die Chance, Staubkind live zu erleben.
Der Saal füllt sich nach und nach und die Berliner Herren legen einen sauberen Auftritt hin. Interaktion mit dem Publikum und Aktion für das Publikum – live sind Staubkind eben eine Bank und verbreiten ordentlich Stimmung, was bei reiner Betrachtung der Grundstimmung ihrer Musik nicht zwingend zu erwarten ist ;-)
Auf StaubkindTV gibt es einen kleinen netten Mood-Film zum Festival.

Es lohnt sich halt immer wieder!

Vom Studio nehme ich derweil (leider) nur noch wenig Notiz: immerhin habe ich jetzt die Chance, mir einen ersten Live-Eindruck von Down Below zu verschaffen, die den Saal nun so richtig voll kriegen und eine routinierte Show abliefern.
Nicht wirklich mit dem musikalischen Repertoire vertraut, habe ich so das Gefühl, dass das ein oder andere Stück und seine Inszenierung ein wenig zuuuu Pop- und Massentauglich getrimmt wird. Eine ein wenig zu starke 'wir-wollen-eine-heile-Welt' Stimmung nehme ich auf und wahr – was nun weiß Gott nicht schlecht sein muss, aber in Teilen einfach nicht zur Optik und zum Auftritt der Herren passen mag. Nun ja …
Die Stimmung ist auf jeden Fall prächtig und das Publikum macht mit, feiert und hat Spaß – was will man mehr ;-)
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Das gesamte Programm fand auf zwei Bühnen verteilt statt – ich habe ja nicht alle sehen können – und sah wie folgt aus:

Saalbühne
18:00 Denight 
18:50 Mystigma 
19:45 Pain Management 
20:40 Solar Fragment 
21:50 Staubkind 
23:15 Down Below
Studiobühne
18:15 Damaged Justice 
19:05 Sole Sentry 
20:00 Dawn of Destiny 
21:00 Nokta 
22:05 Acrid Tones 
23:15 Custard



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Bilder vom Festival (nicht von mir!):
Staubkind
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edit (10.6.2012):
aufgrund der aktuellen rechtlichen Streitigkeiten ums Einbinden von (fremden) Videos in Blogbeiträge und die damit verbundene Haftungsfrage habe ich alle Videos entfernt.
Den Link dorthin habe ich aber eingebunden.